Forscher möchten untersuchen, wie Haustiere in Videos auf Social-Media-Plattformen dargestellt werden. Denn was für Laien nur süß aussieht, kann tierschutzrelevant sein.
Der kleine Mops, an dessen Alltag wir teilhaben können, die Katze, der mal wieder ein Missgeschick passiert ist, oder eine Challenge, die Halter mit ihren Tieren ausprobieren: Tiere besitzen in den sozialen Medien nicht selten eigene Accounts mit tausenden Followern und einer Community, die immer mehr und mehr sehen möchte.
Dr. Michaela Fels und Alina Stumpf vom Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) führen in dem Projekt „Umgang mit Haustieren in den sozialen Medien“ eine empirische Umfrage durch. Sie möchten wissen, welche persönlichen Erfahrungen User mit Tiervideos gemacht haben, wie sie diese wahrnehmen und wie sie selbst damit umgehen.
Tiervideos gibt es in verschiedenen Variationen und Formaten, sodass für alle etwas dabei ist. Für Nutzer der sozialen Medien sind die Videos oftmals die perfekte Ablenkung zum Alltagsstress. Tiere sind süß, wirken teilweise raffiniert oder unbeholfen – doch eines haben sie gemeinsam: Sie bereiten den Zuschauenden viel Freude. Aber ist die Freude auch auf der Seite der Tiere?
Tiere in sozialen Medien. Credit: https://www.tiktok.com und https://www.instagram.com
„Darüber würden wir gern mehr erfahren“, berichtet Fels. „Zusätzlich zur Umfrage analysieren wir das Verhalten der Tiere in den Videos nach wissenschaftlichen Vorgaben. Vor allem nehmen wir Videos auf den Netzwerken YouTube, Instagram und Facebook unter die Lupe.“
Zusätzlich möchten die Forscher für die Thematik sensibilisieren und Strategien entwickeln, mit denen weniger tierschutzrelevante Inhalte verbreitet werden. Im Laufe des Projekts werden sie verschiedene gesellschaftliche Gruppen einbeziehen. „Unser Ziel ist, eine gesellschaftliche Debatte anzuregen“, sagt Fels.
Zur Umfrage kommt ihr hier.
Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.
Bildquelle: Karsten Winegeart, unsplash