Eine App kann bei der leitliniengerechten Behandlung von Erektionsstörungen unterstützen. Habt ihr sie auf dem Schirm?
Gesundheits-Apps gibt es jede Menge: Die kleinen digitalen Programme, die auf dem Handy, dem Tablett oder dem PC installiert werden können, reichen von Lifestyle-Apps wie Fitness-Trackern über service-orientierte Apps, die zum Beispiel an die Medikamenteneinnahme erinnern, bis zu medizinischen Apps. Letztere dienen der Diagnose und/oder der Therapie einer Erkrankung, sie werden vom Arzt verordnet und von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Voraussetzung dafür ist eine Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
Unter den derzeit 32 anerkannten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) im DiGA-Verzeichnis ist seit Ende 2021 auch eine erste urologische App registriert. „Kranus Edera“ soll Patienten über ein digitales Coaching bei der leitliniengerechten Behandlung von Erektionsstörungen unterstützen. Laut Herstellerangaben besteht das 12-wöchige digitale Coaching-Programm aus Beckenbodentraining, physiotherapeutischen Übungen, kardiovaskulärem Ausdauertraining und Übungen zur Achtsamkeit und Körpererfahrung sowie sexualtherapeutischen Inhalten. Die ergänzende tägliche Wissensvermittlung helfe dabei, die zugrundeliegenden Prinzipien der erektilen Funktion und den Einfluss von Lebensstilfaktoren, wie Ernährung oder Stress, besser zu verstehen. Urologen können die DiGA im Rahmen der Behandlung einer Erektionsstörung geeigneten Patienten ab 18 Jahren verschreiben.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie.
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