Durch verschiedene Umwelteinflüsse können epigenetische Veränderungen in den Zellen auftreten. Wie wirkt sich das auf die Wahrscheinlichkeit aus, an Typ-1-Diabetes zu erkranken?
Antikörper der Typ-1-Diabetes können auf ein erhöhtes Risiko deuten, dass die Krankheit bald ausbricht – soviel weiß man schon aus vorherigen Studien. Nun sucht man nach einer Methode, die Krankheit noch früher nachzuweisen, um dann eingreifen zu können. Dazu werden Biomarker gebraucht, die auf Typ-1-Diabetes hinweisen. Laut den Ergebnissen einer neuen Studie der University of Turku, könnten epigenetische Veränderungen ein solcher Biomarker sein.
Die Studie bestätigt: Kinder, die an Typ-1-Diabetes erkranken, weisen bereits epigenetische Veränderungen in den Zellen ihres Immunsystems auf, bevor die Antikörper der Krankheit in ihrem Blut nachgewiesen werden.
„Wir haben bisher unbekannte, früh einsetzende epigenetische Veränderungen aufgedeckt. Sie bieten uns neue Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Methoden zur Identifizierung von Kindern, die ein Risiko haben an Typ-1-Diabetes zu erkranken, noch bevor sie krank werden“, sagt Professor Riitta Lahesmaa, Direktorin von Turku Bioscience und Autorin der Studie.
Die Forscher analysierten Längsschnittproben mit Deep Sequencing, die das gesamte Genom umfassen. Außerdem arbeiteten sie mit computergestützten Methoden und künstlicher Intelligenz.
Dieser Text basiert auf einer Pressmitteilung der University of Turku. Die Originalpublikation haben wir euch hier und im Text verlinkt.
Bildquelle: Ian Dooley, unsplash