Zum ersten Mal ist es jetzt Forschern am Burnham Institute for Medical Research in La Jolla, Kalifornien, gelungen, erfolgreich Nervenzellen aus embryonalen Stammzellen zu züchten und anschließend zu implantieren. Bisher erwiesen sich Versuche in diese Richtung als tricky. Häufig differenzieren sich die Stammzellen zu Gliazellen, statt zu Neuronen. Und die Zellen, bei denen die Differenzierung gelingt, gehen in der Regel durch Apoptose nach der Transplantation unter.
Das Team um Stuart Lipton steuerte die Differenzierung der Stammzellen mit dem Protein MEF2C, dem "myocyte enhancer factor 2C". Durch MEF2C können kontrolliert Kolonien neuronaler Vorläuferzellen geschaffen werden. Nach der Transplantation entwickeln sich im Zielgewebe aus ihnen reife Nervenzellen. MEF2C scheint die Zellen dabei auch vor der Apoptose zu schützen. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um die Stammzelltherapie zum Beispiel auch zum Gewebeersatz nach Hirninfarkten einsetzen zu können. Therapeutische Ansätze in diese Richtung werden zur Zeit tierexperimentlell überprüft.
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