Stolze 9,4 Tesla bringt der neue Magnetresonanztomograph der Universität von Illinois auf die Feld-Waage. Zwei Dinge hat er mit Mike Tyson gemeinsam: Er tritt ebenfalls im Superschwergewicht an und ist mindestens genauso hässlich. Die Feldstärke der neuen Maschine reicht zwar noch nicht aus, um einzelne Eisenatome auf der Haut stramm stehen zu lassen, kann aber mit einer bisher unerreichten Bildauflösung aufwarten. So gelingt es nun, unterschiedliche Molekültypen im MRT zu visualisieren und statt Wasser Natriumionen für die Darstellung heranzuziehen.
Vom Ausflug in immer höhere Teslasphären versprechen sich die betreuenden Wissenschaftler neue Erkenntnisse über zerebrale Stoffwechselabläufe, aber auch ganz konkrete klinische Verbesserungen. Bereits in naher Zukunft soll es möglich sein, die Effekte der Bestrahlung eines Hirntumors in Echtzeit zu beobachten und nicht erst anhand später einsetzender Schrumpfungsprozesse.
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