Man unterscheidet üblicherweise zwei Patientengruppen. Jene, die akut Blut verlieren (z.B. ein blutendes Geschwür) und jene, die chronisch rezidivierend Blut verlieren. Zur zweiten Gruppe gehören typischerweise die Krankheitsbilder Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Seit einigen Jahren weiß man, dass die Eisenmangelanämie jedoch multifaktoriell bedingt ist. Neben dem Eisenverlust über Geschwüre und verminderte Zufuhr, spielt hier die 1996 erstmals beschriebene Anämie bei chronischen Erkrankungen (anemia of chronic diseases - ACD) eine Rolle. Bei bestimmten Krankheitsbildern kann die Anämie die Lebensqualität stärker als die zugrundeliegende Erkrankung einschränken. Die Eisensubstitution stellt daher neben der Behandlung der Grunderkrankung eine wichtige Therapieoption dar. Lernziele: Verstehen der pathophysiologischen Grundlagen des Eisenmangels Darstellung der Evidenz für eine Eisensubstitution bei verschiedenen Krankheiten Diskussion der Empfehlungen für eine effektive und sichere orale und intravenöse Anwendung

Kosten: Kostenfrei

CME-Punkte: 2

Termin(e):

16.12.2015 - 16.12.2016, 19:00 - 20:00, Live: 16. Dezember 2015, 19:00 Uhr, 60 min. Die Aufzeichnung ist anschließend ein Jahr verfügbar.

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse D

Referent(en):

Prof. Dr. Ingolf Schiefke

Tags: anemia of chronic diseases, ACD, Anämie, Eisensubstitution, Eisenmangelanämie, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, blutendes Geschwür