In den letzten Jahren konnten komplexe kardiorespiratorische Wechselwirkungen identifiziert werden. Diese legen nahe, dass die Koexistenz kardialer und pulmonaler Erkrankungen nicht allein durch gemeinsame Risikofaktoren erklärt werden kann, und die Pathogenese wird mehr und mehr vor dem Hintergrund lokaler und systemischer Inflammation verstanden. Dies gilt nicht nur für die Volkskrankheiten COPD und Asthma bronchiale, sondern auch für die seltenere idiopathische Lungenfibrose. Kardiale Komorbiditäten spielen auch beim Bronchialkarzinom und bei Pleuraergüssen eine wichtige Rolle, während sich die Hinweise verdichten, dass die kardiale Sarkoidose gelegentlich die erste Manifestationsform der Erkrankung sein kann. Darüber hinaus bereiten überlappende Symptome kardialer wie pulmonaler Erkrankungen wie Dyspnoe oder thorakale Schmerzen häufig differenzialdiagnostische Probleme und stellen eine interdisziplinäre Herausforderung dar.

Im Folgenden soll ein Überblick über kardiale Komorbiditäten bei den wichtigsten Lungenerkrankungen gegeben werden. Auf überlappende Symptome sowie diagnostische und therapeutische Strategien wird besonders eingegangen.

 

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2

Termin(e):

20.12.2018 - 14.12.2019

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Dr. med. Frederik Trinkmann
Prof. Dr. med. Ibrahim Akin
Prof. Dr. med. Joachim Saur

Tags: kardiorespiratorische Wechselwirkungen, pulmonale Erkrankungen, Inflammation, COPD, Asthma bronchiale, Lungenfibrose