Etwa 25 bis 68 Prozent der schwer neurologisch erkrankten Kinder sind mangelernährt. Die Überwachung des Ernährungszustandes von Kindern mit schweren neurologischen Erkrankungen, z.B. mit Zerebralparese, sollte daher ein integraler Bestandteil der Betreuung sein. Eine der häufigsten schweren körperlichen Beeinträchtigungen bei Kindern ist die Zerebralparese. Zu den vielfältigen Ursachen, warum diese Kinder oft nicht ausreichend mit Energie versorgt werden, gehören die Unfähigkeit des Kindes, Hunger, Durst und Nahrungspräferenzen auszudrücken, Fütterungsstörungen und motorische orale Beeinträchtigungen. So sind die Patienten z.B. oft nicht in der Lage, den Mund zu schließen oder es kann kein Bolus aus fester Nahrung im Mund gebildet werden. Außerdem kann die Initiation des Schluckreflexes verzögert sein, was die Aspirationsgefahr erhöht. Folgen der Mangelernährung können u.a. eine erhöhte Morbidität und Mortalität sein, aber auch häufige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte sowie eine verminderte Teilhabe an häuslichen und schulischen Aktivitäten. Im Vortrag werden folgende Themen behandelt: Zerebralparese, Ernährungsstatus und Mangelernährung. Welche Ernährungsprobleme können auftreten? Wie werden der Ernährungszustand und der Kalorienbedarf ermittelt? Welche Daten gibt es zum Ernährungszustand? Wie kann eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aussehen? Welche Formen der Nahrungszufuhr eignen sich – eine orale Zufuhr, eine nasogastrale oder nasojejunal Sonde, ein Gastrostoma?

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2 Bislang nur beantragt

Termin(e):

02.02.2018 - 02.02.2019

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

PD Dr. med. Anjona Schmidt-Choudhury

Tags: Mangelernährung, Ernährungszustand, Kalorienbedarf