Trotz des bekannten Zusammenhangs zwischen Psoriasis und Psoriasisarthritis (PsA) wird das Entstehen von entzündlichen Gelenkveränderungen neben der Psoriasis häufig übersehen. Die Diagnose der PsA wird in bis zu 20% der Fälle erst nach Jahren gestellt und bleibt in der dermatologischen, hausärztlichen und rheumatologischen Praxis eine Herausforderung. Etwa 30% der Psoriasis-Patienten entwickeln zusätzlich zu den Veränderungen an Haut und Nägeln auch entzündliche, muskuloskelettale Symptome, die sich im Verlauf u.a. durch Schmerzen und Schwellungen der Gelenke und der gelenknahen Strukturen manifestieren. Typischerweise tritt die PsA etwa 10 Jahre nach den ersten Haut- oder Nagelsymptomen auf. Beiden Erkrankungen, Psoriasis und PsA, liegt eine chronische, systemische Entzündung zugrunde. Diagnostisch liegt die Herausforderung in der erfolgreichen Suche nach versteckten kutanen Läsionen und deren Verknüpfung mit anamnestisch zunächst oft unspezifischen Gelenkveränderungen. Die Fortbildung richtet sich an Hausärzte und Dermatologen und gibt Einblicke in die typischen, oft verdeckten Haut- und Nagelveränderungen bei Psoriasis, und in das praxisnahe, diagnostische Vorgehen bei typischen muskuloskelettalen Symptomen. Weitere Themen: Aktuelles Verständnis der Psoriasis und PSA als Autoimmunerkrankung, typische Manifestationen und Formen, Diagnostik und Differenzialdiagnostik, konkrete Anleitung zum praxistauglichen Vorgehen in Screening und Diagnostik.

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 4 Bislang nur beantragt

Termin(e):

18.04.2018

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Prof. Dr. med. Christoph M. Schempp
OÄ Dr. med. Stephanie Finzel

Tags: Psoriasis, Psoriasisarthritis, PsA, entzündliche Gelenkveränderungen, Nagelsymptom