Patienten mit Epilepsie leiden häufig an kognitiven Einschränkungen. Zu den wichtigsten Ursachen zählen strukturelle Läsionen, klinische und demografische Faktoren und nicht zuletzt die eingesetzten Antiepileptika. Die kognitiven Defizite können bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung vorliegen und manifestieren sich häufig in Form von Müdigkeit, Lernschwierigkeiten und Lethargie. An der Entwicklung und Progression kognitiver Defizite sind intrinsische wie extrinsische Faktoren beteiligt, von denen sich manche bei rechtzeitiger Kenntnis günstig beeinflussen lassen. Dazu gehören die Technik der Epilepsiechirurgie sowie die Wahl des richtigen Medikamentes. Die Medikamentengesamtlast spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle und lässt sich durch den Einsatz beziehungsweise die Kombination von Wirkstoffen mit günstigerem Nebenwirkungsprofil verringern. Nicht zuletzt führen kognitive Defizite bei den Betroffenen vielfach auch zu Einschränkungen der sozialen Interaktionsfähigkeiten, was eine Verschlechterung der Lebensqualität zur Folge hat.

Kosten: kostenlos

CME-Punkte: 2

Termin(e):

01.12.2017 - 28.02.2018

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Univ.-Prof. Dipl. Ing. Dr. med. Christoph Baumgartner

Tags: Epilepsie, kognitiven Einschränkungen, Antiepileptika Einsatz, Medikamentengesamtlast