Wissenschaftlich betrachtet sind Migräne und Epilepsie chronische Anfallsleiden mit episodischen Manifestationen. Doch wo genau liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede? Während sich die Inzidenzen beider Erkrankungen um den Faktor 20 unterscheiden ist ihre Komorbidität auffallend hoch. Migränepatienten haben ein hohes Epilepsierisiko und umgekehrt. Die komplexe Interaktion zwischen beiden Entitäten zeichnet sich durch unterschiedliches zeitliches Auftreten, Lateralisation und verschiedenartige genetische Hintergründe aus. Auch die physiologischen Vorgänge, die zur Krankheitsentstehung führen, unterscheiden sich. Gemeinsames therapeutisches Ziel ist jedoch die Anfallsfreiheit durch geeignete pharmakologische und chirurgische Interventionen. Eine genaue Kenntnis über das verfügbare Behandlungsspektrum vergrößert den Handlungsspielraum des behandelnden Arztes und erlaubt eine patientenindividuelle Therapie.

Kosten: kostenlos

CME-Punkte: 2

Termin(e):

16.11.2017 - 15.02.2018

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Prof. Dr. med. Martin Holtkamp

Tags: Migräne und Epilepsie, Komorbidität, Epilepsierisiko, Anfallsfreiheit