Die Polycythaemia vera (PV) gehört wie die chronische myeloische Leukämie (CML), primäre Myelofibrose (PMF) und essentielle Thrombozythämie (ET) zu den myeloproliferativen Neoplasien. Klinisch manifestiert sie sich durch Vermehrung der Erythrozyten – im Verlauf auch der Leukozyten und Thrombozyten –, Splenomegalie, erhöhtem Thromboembolierisiko und einer komplexen Symptomatik. Als Behandlungsoptionen stehen zunächst Aderlass, Acetylsalicylsäure und zytoreduktive Therapien zur Verfügung.

Diese Therapien sind in der Langzeitanwendung jedoch nicht ausreichend effektiv und oft unverträglich. Mit Ruxolitinib steht eine Substanz für die Therapie zur Verfügung, die den bei PV regelhaft aktivierten JAK-STAT-Signalweg adressiert. In der Phase-III-Studie RESPONSE zeigte Ruxolitinib bei Patienten mit HU-Resistenz oder -Intoleranz einen deutlichen Vorteil in puncto Hämatokrit-Kontrolle, Reduktion des Milzvolumens, langfristiges Therapieansprechen, Verbesserung der Symptome und Verträglichkeit im Vergleich zu „bester verfügbarer Therapie“.

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2

Termin(e):

14.09.2016 - 31.08.2017

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Prof. Dr. med. Martin Griesshammer
Prof. Dr. med. Eva Lengfelder

Tags: Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie