Mit der Zunahme der (extremen) Adipositas im Jugendalter ist leider eine typische Folgeerscheinung, das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS), immer häufiger Vorstellungsgrund in der pädiatrisch-endokrinologischen Sprechstunde. Dieses stellt bei jugendlichen Mädchen eine diagnostische Herausforderung dar, da die Diagnosekriterien aus dem Erwachsenenalter sich nicht einfach auf das Jugendalter übertragen lassen. Ferner ist das PCOS auch bereits im Jugendalter häufig mit vielen kardiovaskulären Risikofaktoren verbunden. Ziel dieser Fortbildung ist es, nicht nur Hilfestellung zu geben, das PCOS zu diagnostizieren, sondern auch sinnvolle weitere diagnostische Maßnahmen einzuleiten, um das kardiovaskuläre Risikoprofil zu erfassen, welches die Morbidität und Mortalität der betroffen Mädchen häufig maßgeblich bestimmt. Der Kinder- und Jugendendokrinologe sollte zudem das PCOS konsequent behandeln, da wir heute wissen, dass die Infertilität als typische Komplikation des PCOS mit der Dauer einer Nichtbehandlung korreliert. Die Mädchen selbst leiden massiv unter dem mit dem PCOS assoziierten Hirsutismus.

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2

Termin(e):

01.06.2016 - 25.05.2017

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Prof. Dr. Thomas Reinehr

Tags: Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Kinder- und Jugendmedizin