In Deutschland sind unter Einbeziehung von leichteren sowie nicht diagnostizierten Krankheitsverläufen etwa 8 Millionen Menschen von einer depressiven Störung betroffen und jeder zehnte Patient, der eine Hausarztpraxis aufsucht, leidet unter einer Depression. Nach aktuellen Erkenntnissen geht man davon aus, dass mehr als 60% aller Depressionen nicht behandelt werden. Das hat viele Gründe, zumal sich die ersten Symptome individuell in Intensität, Dauer und Zusammensetzung deutlich unterscheiden können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Patienten primär nicht über ihre depressiven Symptome berichten, sondern hautsächlich über körperliche Beschwerden klagen. Dem Allgemeinarzt kommt somit eine hohe Bedeutung bei Diagnostik und Therapie einer Depression zu. Die Behandlung der Depression sollte individuell auf den Patienten abgestimmt sein. Standard ist in der Regel die Kombination aus Gesprächen, Psychotherapie und Antidepressiva. Ziel ist letztlich durch eine frühzeitige und korrekte Diagnosestellung sowie die qualifizierte interdisziplinäre Behandlung der Patienten diese in Remission zu bringen und das psychosoziale Funktionsniveau wiederherzustellen.

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2

Termin(e):

24.05.2016 - 17.05.2017

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

PD Dr. Michael Landgrebe

Tags: Allgemeinmedizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie