Venöse Thromboembolien (VTE) sind eine häufige Komplikation bei hospitalisierten Patienten. Das individuelle Risiko ist von Art und Umfang der Gesundheitsstörung mit Immobilisation sowie von angeborenen und erworbenen Risikofaktoren abhängig. Für die medikamentöse Vorbeugung thromboembolischer Komplikationen stehen verschiedene Wirkstoffe aus der Gruppe der Antikoagulanzien zur Verfügung, wie Heparine und Heparinanaloga, Faktor-Xa-Inhibitoren, Thrombininhibitoren und Vitamin-K-Antagonisten. In der Viszeralchirurgie spielen niedermolekulare Heparine (NMH) eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung thromboembolischer Komplikationen, denn sie ermöglichen bei moderaten Kosten und relativ einfacher Handhabung eine effektive, gut steuerbare Thromboseprophylaxe. Aufgrund dieser Eigenschaften können NMH sehr erfolgreich auch zum perioperativen Bridging oraler Antikoagulanzien eingesetzt werden. Diese CME-Fortbildung gibt einen Überblick über Risikofaktoren für venöse Thromboembolien und die verfügbaren Optionen zur medikamentösen Prophylaxe mit besonderem Augenmerk auf die Anwendung niedermolekularer Heparine in der Viszeralchirurgie.

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2

Termin(e):

13.04.2016 - 12.04.2017

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Dr. med. Jörg Sauer

Tags: Innere Medizin, Angiologie, Chirurgie