Die Thrombophlebitis ist als eine Thrombose und Entzündung der oberflächlichen Venen und ihrer Umgebung definiert. Die akute oberflächliche Venenthrombose ist eine häufige Erkrankung. Die Inzidenz wird in Deutschland auf 1 bis 10 Promille bzw. 300.000 Neuerkrankungen pro Jahr geschätzt. Die Phlebitis tritt in 90 % der Fälle an den Beinen auf und betrifft am häufigsten die Vena saphena magna. Die oberflächliche Venenthrombose kann Folge einer ernsthaften Grunderkrankung sein und zu potentiell schwerwiegenden, sogar lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Zur initialen Diagnostik sollte eine Duplexsonographie durchgeführt werden. Umschriebene Thrombophlebitiden in kleinkalibrigen Astvarizen können meist mit Kühlung, Kompressionstherapie und nichtsteroidalen Antiphlogistika ausreichend behandelt werden. Bei oberflächlichen Venenthrombosen der Saphenavenen oder großkalibriger Varizenäste wird primär die Antikoagulation in therapeutischer Dosierung mit NMH empfohlen.

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2

Termin(e):

22.03.2016 - 22.03.2017

Fachgebiete:

Module: 1

Referent(en):

Dr. med. Christoph Nielen

Tags: Innere Medizin, Angiologie