10 Fakten zum Hirntod

Der festgestellte Hirntod ist zwar neben der Zustimmung zur Organspende eine Vorraussetzung zur Organentnahme, aber die Hirntoddiagnostik wird nicht zum Zweck einer evtl. Organentnahme durchgeführt. Der Hirntod und die Hirntoddiagnostik müssen daher getrennt von der Organspende betrachtet werden. Leider geschieht dies nur sehr selten.

So gibt es verschiedene Halb- und Unwahrheiten über den Hirntod. Um die 10 häufigsten und gewichtigsten von ihnen richtigzustellen, wurden von mir die "10 Fakten zum Hirntod" verfasst. Die hierzu erstellte PDF-Datei darf gerne verbreitet werden. Die jeweiligen Quellen dazu sind enthalten unter:
http://www.organspende-wiki.de/wiki/index.php/10_Fakten_zum_Hirntod

Wer an meiner fachlichen Qualifikation zweifelt, der sei darauf verwiesen, dass im September 2017 von mir das Buch "Vom Koma zum Hirntod" erschienen ist. Primär richtet es sich an Intensivstationen tätige Ärzte und Pflegekräfte. Es ist jedoch so verfasst, dass es auch medizinische Laien verstehen. Großen Wert wurde darauf gelegt, den pathophysiologischen Verlauf der Gehirnzellen zum Hirntod zu beschreiben. Anschaulich wird das Verständnis dafür vermittelt, dass Hirntod ein völlig anderer Zustand ist als nur Koma, wenngleich das äußere Erscheinungsbild sich gleicht.
Das Werk ist im Buchhandel erhältlich, u.a. direkt bei Kohlhammer:
https://www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/Pflege/Vorschau/Vom-Koma-zum-Hirntod

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Gast
Wie kommen Sie nur darauf, dass der Hirntod routinemäßig festgestellt wird,auch wenn keine Organentnahme geplant ist? Eine Hirntoddiagnostik, sagen auf Tagungen bekannte Neurologen, werde nur zum Zweck der Organentnahme durchgeführt. Das behauptet übrigens auch Dr. Breidenbach von der DSO. Alles andere sei viel zu aufwendig und zu teuer. Allein wegen der Ausgaben für das Labor, ob der Patient noch zentraldämpfende Medikamente im Organsimus hat, die die Hirntoddiagnsotik verfälschen könnten. Ein Behandlungsabbruch ist nach deutschem Recht jederzeit auch ohne Hirntoddiagnostik in Absprache mit den Angehörigen möglich. Insofern ist die Hirntoddiagnostik in Fällen, in denen es keine Zustimmung zur Organentnahme vorliegt, obsolet.
#1 am 11.09.2017 von Gast
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