Diabetische Nephropathie - zu spät erkannt?

Hintergrund: Eine frühzeitige leitliniengerechte Therapie des Diabetes mellitus kann die Entwicklung von Spätkomplikationen verhindern oder verzögern, insbesondere der diabetischen Nephropathie. Dass die Inzidenz der diabetischen Nephropathie trotzdem nicht abnimmt, weist auf eine suboptimale Therapie der Diabetiker hin. Es wurde untersucht, ob die Diabetiker leitliniengerecht überwacht wurden.
Methoden: In eine SQL-Datenbank wurden die Messwerte aller Patienten einbezogen, die im Jahr 2012 im Institut für Medizinische Diagnostik – Berlin auf HbA1c untersucht wurden, und die Häufigkeiten der Analysen von HbA1c im Blut und Albumin im Urin pro Patient ausgewertet.
Ergebnisse: Die diabetischen Patienten wurden deutlich selt ener auf ihre Blutzuckereinstellung mit HbA1c und auf Nephropathie mittels Albumin im Urin überwacht als es die Leitlinien fordern. Bereits in der Patientengruppe mit relativ guter Einstellung des Blutzuckers (HbA1c < 7 %; Gruppen 1 und 3) befinden sich Patienten mit Mikroalbuminurie.
Schlussfolgerungen: Zu seltene Überwachung der Diabetiker beinhaltet das Risiko, Frühstadien der diabetischen Nephropathie zu spät zu erkennen und erklärt zumindest teilweise den ungenügenden Rückgang von terminaler Niereninsuffizienz und Dialysepflichtigkeit bei Diabetikern.  

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Typische Schlussfolgerung für narzistische Halbgötter in Weiss: Knzept hat nicht funktioniert, also die blöden Hausärzte haben versagt. Nun werden ale engmaschig überwacht , mit Testreifen überzogen, Insulin gespritzt Ace-Hemmer mit und ohne Nephrolgen verordnet und weiter haben wir unverändert Komplikationen auch im makravaskulärem Bereich. Vermutlich haben wir das Krankheitsbild an sich nur unzureichend verstanden weil auch hier scheinbar nur an einem Symptom herumgedockert wird bzw. BZ und HbA1c offensichtl zumindest partiel Surrogat-Parameter sind. Aber wollen wir einen miliardenschweren Markt gefährden?
#1 am 10.01.2014 von Gast (Gast)
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