Rote-Hand-Brief zu Lariam® (Mefloquin)

Sichtbarkeit: DocCheck-Login

Wichtige Mitteilung an medizinische Fachkräfte bezüglich neuer Kontraindikationen sowie des Risikos für neuropsychiatrische und andere schwerwiegende Nebenwirkungen unter Lariam® (Mefloquin) als Malaria-Chemoprophylaxe und "Standy-by" Notfallbehandlung.

Mefloquin ist zugelassen zur Behandlung und Vorbeugung der Malaria, insbesondere bei der gegen andere Malariamittel resistenten Plasmodium-falciparum-Malaria. Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über folgende Risiken im Zusammenhang mit Mefloquin:

Schwarzwasserfieber in der Anamnese und schwere Leberfunktionsstörungen wurden als neue Kontraindikationen aufgenommen. Mefloquin kann potenziell schwere neuropsychiatrische Störungen induzieren (ungewöhnliches Träumen, Insomnie, Angst, Depression, Halluzinationen, Psychose, Suizid, suizidale Gedanken und selbstgefährdendes Verhalten).

Es soll zur Malaria-Chemoprophylaxe und als "Stand-by"-Notfalbehandlung nicht angewendet werden bei Patienten mit aktiven oder anamnestischen, psychiatrischen Störungen. Aufgrund der langen Halbwertszeit können Nebenwirkungen mehrere Monate nach Absetzen des Arzneimittels auftreten und mehrere Monate andauern. Bei Anzeichen neuropsychiatrischer Reaktionen soll Mefloquin umgehend abgesetzt und durch ein alternatives Arzneimittel ersetzt werden.

Quelle: Rote-Hand-Brief zu Lariam® (Mefloquin) (Roche Pharma AG vom September 2013)

DocCheck Login

oder kostenlos Mitglied werden

Eintritt frei - loggen Sie sich ein.

DocCheck ist die Online-Plattform für Mediziner: